Was ist eine abstrakte Verweisung?

Finanzbegriffe einfach erklärt – in unserer Reihe „Besserwisser“. Worum es sich bei der abstrakten Verweisung handelt und warum deine Berufsunfähigkeitsversicherung auf diese verzichten sollte.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, wie allgemein bekannt, eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Doch wie bei jeder Versicherung gibt es auch bei dieser ein Regelwerk für die Leistung.

Die abstrakte Verweisung ist eine Klausel im Bedingungswerk einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Ist sie dort enthalten, darf die Versicherung den Versicherten allgemein auf einen anderen Beruf verweisen, sollte es zu einer Berufsunfähigkeit (BU) kommen. Dieser Beruf entspricht für gewöhnlich den Kenntnissen und Fähigkeiten beziehungsweise der Ausbildung und Erfahrung der versicherten Person und hat ein ähnliches soziales Ansehen. Bei dem Verweis spielt es keine Rolle, ob es auf dem Arbeitsmarkt eine freie Stelle in diesem Beruf gibt und ob die versicherte Person diese bekommen würde. Ist also die Klausel der abstrakten Verweisung im abgeschlossenen Tarif enthalten, kann die Versicherung dem Versicherten die Leistung verweigern, da dieser ja theoretisch in der Lage wäre, den Beruf auszuüben, auf den verwiesen wird.

Vor einigen Jahren war die abstrakte Verweisung häufig Bestandteil der Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der Großteil der heute am Markt verfügbaren Tarife verzichtet auf die Klausel, dennoch finden sich immer wieder Ausnahmen. 

Du hast Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung und möchtest eine Police abschließen, die auf die abstrakte Verweisung verzichtet? Wir finden sie für dich.

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