Achtsamkeit im Job – für mehr Gelassenheit und schärfere Sinne

„In zehn Minuten zu mehr Achtsamkeit“ – Wenige Minuten im Joballtag, die den Unterschied machen können. Wir verraten dir, warum Achtsamkeit gerade voll im Trend ist und wie HORBACH das Thema Mindfulness im Vertriebsteam angeht.

Besser zuhören und wirklich präsent sein: Vivien Nagel leitet das Projekt Mindfulness@HORBACH, das Wege aufzeigt, wie man im Alltag gelassener wird, die Sinne schärft und die innere Kraft trainiert. In unserem FAQ gibt die Business Yogalehrerin und betriebliche Gesundheitsberaterin Antworten rund um das Thema Achtsamkeit.  

Was ist eigentlich „Achtsamkeit“?

Achtsamkeit bedeutet, seine Sinne auf das zu lenken, was gerade ist und was man gerade macht, ohne dies direkt zu kategorisieren oder zu bewerten. Mit einfachen Übungen kann man die Aufmerksamkeit stärken und sich den gegenwärtigen Augenblick bewusst machen. Im Arbeitsalltag, wäre das zum Beispiel das achtsame Zuhören bei einem Videocall. Die Erfahrung der Achtsamkeit hilft einem dabei, völlig präsent zu sein bei seinem Gegenüber. Die Wirkung ist erstaunlich: Die Kommunikation wird emphatischer, direkter und es ist viel leichter, Vertrauen aufzubauen. 

Woher kommt die Bewegung und warum ist sie gerade so im Trend?

Buddha hat es vor rund 2500 Jahren seinen Schülern mit einfachen Übungen beigebracht. Im Kern geht es um etwas sehr Einfaches: Bei der Sache zu sein; aufmerksam für das Hier und Jetzt. Es ist erstaunlich, wie zeitlos und modern das noch heute ist. Durch bekannte Forschungen, wie zum Beispiel von Jon-Kabat Zin zur Stressreduktion durch Achtsamkeitstraining, hat sich das Thema säkularisiert. Die Big Player aus dem Silicon Valley und auch deutsche Dax-Unternehmen wie der Softwarekonzern SAP haben Mindfulness für sich entdeckt. Google hat daraus sogar ein Geschäftsmodell gemacht mit dem Slogan: „Die beste Suchmaschine ist unser Geist.“ Schon seit Jahren bietet der kalifornische Internet-Pionier den Mitarbeitern ein Programm für persönliches Wachstum an: „Search inside yourself“. Das gleichnamige, sehr lesenswerte Buch ist mittlerweile sogar ein Bestseller.

Welche positiven Auswirkungen haben Achtsamkeitsübungen?

Achtsamkeitstraining ist ein beliebter Forschungsbereich. Mehrere Langzeitstudien kommen übereinstimmend zum Ergebnis: Durch Achtsamkeitstraining nimmt das Stressempfinden ab, die Konzentrationsfähigkeit zu und die Produktivität der Mitarbeiter steigt. Und es gibt noch viele weitere positive Effekte, zum Beispiel in den Bereichen Empathie und emotionaler Intelligenz. Auch die Resilienz, die innere Stärke und Fähigkeit, Krisen zu meistern, nimmt zu. Für mich sind die positiven Auswirkungen eher eine Art „Nebeneffekt“. Ich empfehle darauf zu achten, Achtsamkeitstraining nicht als reine Selbstoptimierung zu sehen. Dies kann einen ungeduldig machen. Hilfreicher ist es, sich ohne große Erwartungen neugierig und offen auf die Erfahrungen einzulassen und somit mehr Bewusstsein und Entschleunigung in das Leben zu bringen.

Warum spielt Achtsamkeit gerade im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle?

Bei der Sache sein, aufmerksam für das Hier und Jetzt, fällt uns modernen Menschen immer schwerer. Kein Wunder: Eine Reizüberflutung ist täglich ganz normal. Während wir mit jemandem telefonieren, lassen sich bequem die E-Mails checken und in Gedanken ist man vielleicht schon bei der Verabredung für den Abend. Doch, tut uns das auch gut? Wäre es nicht hilfreich und effizienter, sich einer Sache wirklich zu widmen und dem Gesprächspartner am anderen Ende hundertprozentig zuzuhören? Unser Gehirn ist im Laufe der Entwicklung immer leistungsfähiger geworden. Aber eine Sache ist dabei viel zu kurz gekommen: die Regeneration. Genau hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel. Als simple und effektive Methode, das Pendel zwischen An- und Entspannung wieder ins Lot zu bringen – und energiespendende Phasen in den (Büro-)Alltag zu integrieren. Um dann für die wirklich wichtigen Dinge hellwach zu sein.

In 10 Minuten zu mehr Achtsamkeit? Probiere es aus mit dieser Übung!

Wie wird Mindfulness bei HORBACH gelebt?

Ich habe ein Achtsamkeitskonzept für HORBACH kreiert, was zunächst von einer kleinen Pilotgruppe mit rund 30 Teilnehmern*innen getestet wurde. Das auf zwei Wochen angelegte Projekt habe ich im Rahmen meiner Masterarbeit wissenschaftlich begleitet, um ganz konkret die Wirkungen zu untersuchen. Doch die Idee dahinter ist mehr als nur ein Experiment: Achtsamkeitstraining wirkt ganzheitlich, es verbessert nicht nur die Fähigkeiten auf individueller Ebene, es stärkt auch die Teamfähigkeit und wirkt positiv auf das ganze Unternehmen.
Und die Ergebnisse der Pilotgruppe sprachen für sich: Die Kombination aus regelmäßigen Video-Treffen und einer eigenen Praxis mit Audio-Anleitungen steigerte die Achtsamkeit der Teilnehmer*innen signifikant. Zugleich wünschten sich 90 Prozent aller teilnehmenden HORBACHer*innen eine Weiterführung. Nicht zuletzt ein Grund, warum das Projekt jetzt mittlerweile für das gesamte HORBACH-Team angeboten wird. Der Zeitaufwand für die Teilnehmer ist dabei minimal. Im beruflichen Alltag ist es wichtig so wenig Zeitaufwand und so viel Wirkung wie möglich zu haben. Bei Mindfulness@HORBACH haben wir das Achtsamkeitstraining deswegen in drei systematisch aufeinander aufbauende Stufen unterteilt. Jede Stufe beinhaltet ein wöchentliches Video-Treffen, in dem die Grundlagen vermittelt werden. Danach erhalten die Teilnehmer*innen unterschiedliche Audio-Anleitungen, um eigenständig und flexibel im Alltag üben zu können. Das Achtsamkeitstraining wird mit ein paar sehr einfachen Business-Yogaübungen kombiniert. 

Woher kommt deine persönliche Begeisterung für das Thema Achtsamkeit?

Für mich ist Achtsamkeit etwas sehr Persönliches und Teil meiner Vision: Achtsamkeitstraining in unseren Alltag zu integrieren und zu leben. Meine Eltern sind Buddhisten und ich bin seit der Geburt mit Meditation und Achtsamkeit aufgewachsen. Gleichzeitig hatte ich auch immer Spaß an der Wirtschaft. Noch während des BWL-Studiums habe ich mich auf die Frage spezialisiert, wie man die Gesundheit der Mitarbeiter*innen in einem Konzernumfeld fördern kann.

Meine Erfahrungen mit Achtsamkeit konnte ich dann im betrieblichen Gesundheitsmanagement bei einem großen deutschen Telekommunikationsanbieter vertiefen und war danach Beraterassistentin bei einer Akademie, die als Vorreiter wissenschaftsbasierter Achtsamkeitsprogramme für Unternehmen gilt. Ich wollte meine Kompetenzen noch weiter vertiefen und habe eine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht, mit dem Fokus auf das Büro: „Business-Yoga“. Es geht dabei vor allem um vorbeugende Bewegungen für Schulter, Nacken und Rücken, die man ganz einfach zwischendurch während der Arbeit machen kann. 

Wie bist du mit dem Thema Achtsamkeit zu HORBACH gekommen?

Ich habe als Beraterassistentin bei HORBACH angefangen. Mittlerweile bin ich seit 3 Jahren bei HORBACH tätig. Dass ich neben meiner Beratertätigkeit das Thema Achtsamkeit bei HORBACH einbringen konnte, hat eine längere Vorgeschichte. Geschäftsführer Thomas Cordes hatte die Idee, die kulturelle Weiterentwicklung von HORBACH mit Achtsamkeitstraining zu verbinden. Mein Name fiel in diesem Zusammenhang und ich traf mich mit der Geschäftsführung Anfang letzten Jahres, um das Pilotprojekt Mindefulness@HORBACH zu besprechen. Sehr schnell war klar, dass wir das gemeinsam umsetzen wollen. Ich bin dankbar für die Aufgabe, hier ein Achtsamkeitskonzept zu kreieren und das Projekt im Rahmen meiner Masterarbeit im Studiengang „Prävention und Gesundheitsmanagement“ begleitet zu haben. Es ist toll, dass HORBACH Studierenden die Möglichkeit bietet, ihre Abschlussarbeit auf Basis der Einblicke in die Vertriebsarbeit umzusetzen.

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