Lernst Du noch für Schule und Uni oder schon fürs Leben?

Fächer wie Geschichte, Deutsch, Mathematik, Sprachen, Kunst und Naturwissenschaften dürfen im Lehrplan nicht fehlen. Doch macht diese Auswahl fit fürs Leben? Und welches Wissen bleibt auf der Strecke?

Junge Leute sind sich einig, wenn es darum geht, was heute in der Schule fehlt: Laut Forsa-Umfrage wünschen sich 89 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren Finanzthemen auf dem Lehrplan.

Denn aktuell bleibt Basiswissen über den Umgang mit Finanzen im Alltag, Geldanlagen, die Vermeidung von Schulden sowie den Umgang mit finanziellen Risiken auf der Strecke. Während in skandinavischen Ländern seit vielen Jahren an den Schulen auch ökonomische Grundlagen vermittelt werden, gibt es aktuell mit Baden-Württemberg nur ein einziges Bundesland, das ein Pflichtfach Wirtschaft anbietet.

Die Lücke an deutschen Schulen schließen aktuell Ehrenamtliche aus der Privatwirtschaft wie der gemeinnützige Verein Geldlehrer e.V. Dort geben Vermögens- und Finanzberater, die für den Unterricht ausgebildet wurden, ihr Wissen an Schüler weiter - auch Finanzberater von HORBACH sind hier ehrenamtlich aktiv.

Ein wichtiger Schritt, denn: Finanzunterricht kann das Verhalten im Umgang mit Geld erheblich verändern. So trafen Schüler, die an verschiedenen Unterrichtseinheiten über finanzielle Grundbildung teilnahmen, deutlich weniger risikoreiche finanzielle Entscheidungen, wie das Max-Planck-Institut für Gemeinschaftsgüter in Bonn im Rahmen eines Forschungsprojekts mit zehn Schulen in Nordrhein-Westfalen herausfand.

Für bewusste und kluge finanzielle Entscheidungen sind also Kompetenzen notwendig. Die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu behalten und in den verschiedenen Lebensphasen Vermögen zu bilden, will gelernt sein. Ob Handyvertrag, Kfz-Versicherung oder Altersvorsorge: Eine fundierte finanzielle Bildung macht selbstbewusst und fit für ein finanzstarkes Leben.

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