Gut geschützt aufwachsen (Teil 3)


Das Erwachsenwerden eines Kindes markiert einen ganz besonderen Abschnitt im Leben einer Familie. Anlass genug zu prüfen, wie sich der Nachwuchs rundum absichern lässt. Im letzten Teil unserer dreiteiligen Serie „Kinderabsicherung“ zeigen wir, welche Angebote ab 18 Jahre unter anderem sinnvoll wären.

Existenzsicherung

Spätestens mit dem ersten Anstellungsvertrag sollten Jugendliche und junge Erwachsene ihre Arbeitskraft absichern. Für Angehörige vieler Berufe gibt es attraktive Berufsunfähigkeitspolicen. Alternativ oder ergänzend bieten sich Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits- oder Dread-Disease-Policen an, die im Ernstfall finanziell unterstützen können.

Gesundheitsversorgung

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können Kinder zurzeit bis zum Alter von 23 Jahren kostenlos über ein Elternteil mitversichert sein. Wenn sie sich in einer Ausbildung befinden, liegt die Altersgrenze bei 25 Jahren. Danach müssen sie sich selbst versichern. Wer privat versichert ist, jedoch in der GKV versicherungspflichtig wird, kann eine Anwartschaft auf eine Rückkehr in die private Krankenversicherung (PKV) beantragen. Einige stationäre Zusatzversicherungen ermöglichen über den Einschluss einer Option die spätere Umwandlung in einen Vollversicherungsschutz.

Zuschüsse

Wer seine Ausbildung beginnt oder seinen ersten „richtigen“ Job antritt, erhält von seinem Arbeitgeber oft vermögenswirksame Leistungen (VL) von bis zu 40 Euro pro Monat. Das Geld kann in verschiedene Anlageformen fließen, zum Beispiel in Sparpläne mit Aktienfonds. VL-Sparer, die darin anlegen und deren zu versteuerndes Einkommen weniger als 20.000 Euro beträgt, haben zudem in der Regel einen Anspruch auf die staatliche Arbeitnehmersparzulage von aktuell bis zu 80 Euro pro Jahr.

Bausparer können ab Vollendung des 16. Lebensjahrs Anspruch auf einen staatlichen Zuschuss, die Wohnungsbauprämie haben. Diese wird zurzeit gewährt sofern das zu versteuernde Jahreseinkommen 25.600 Euro bei Ledigen und 51.200 Euro bei Verheirateten nicht übersteigt. Die Wohnungsbauprämie beträgt 8,8 Prozent. Sie wird gezahlt auf Bausparbeiträge von jährlich bis zu 512 Euro bei Ledigen und bis zu 1.024 Euro bei Verheirateten.

Vermögensaufbau

Egal, ob das Geld für die Ausbildung gedacht ist oder für größere Anschaffungen: Je früher der Vermögensaufbau beginnt, desto besser. Einzahlungen in Fondssparpläne sind normalerweise bereits ab jeweils 25 Euro pro Monat möglich. Wer in Unternehmen mit hohen ethischen Kriterien investieren möchte, kann dies zum Beispiel mit einem speziellen Sparplan bereits ab 50 Euro monatlich in einen Fondsbasket „Nachhaltigkeit“ anlegen.

Altersvorsorge

Aktuell hilft der Staat jungen Erwachsenen, fürs Alter vorzusorgen: Riester-Sparer erhalten jährlich bis zu 175 Euro Grundzulage. Einzahlungen von bis zu 2.100 Euro pro Jahr (inklusive staatlicher Zulagen) können sie als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Der Mindestbeitrag liegt bei 60 Euro pro Monat. Wer die volle staatliche Zulage einstreichen möchte, muss jährlich mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr einzahlen. Wer vor dem 25. Lebensjahr einen Riester-Vertrag abschließt, erhält einmalig 200 Euro Extrazulage.

Der Staat fördert Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bis zu einer Höhe von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. In den alten Bundesländern sind das 6.500 Euro pro Monat, in den neuen Bundesländern 5.800 Euro.

Sachversicherung

Sind Ausbildung oder Studium beendet, wird jungen Erwachsenen empfohlen, eine eigene private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Police sollte in der Regel mindestens eine Versicherungssumme von 3 Mio. Euro aufweisen.

Steht das erste Auto vor der Tür, ist es für Fahranfänger meist am günstigsten, das Fahrzeug als Zweitwagen über die Eltern oder andere Verwandte zu versichern. Später lassen sich bei vielen Versicherungen die schon erworbenen Schadensfreiheitsklassen in den eigenen Vertrag übernehmen. Manche Gesellschaften bieten Familientarife an, wenn beispielsweise Angehörige bereits ein Fahrzeug beim selben Unternehmen versichert haben. In einigen Fällen ist auch der Übertrag von Schadensfreiheitsrabatten erfahrener Verwandter oder Lebenspartner möglich.

 

 

Haben Sie Fragen zur Absicherung Ihrer Kinder? Für einen individuellen und unverbindlichen Beratungstermin nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.

 

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