Enactus: Die Welt im Kleinen verbessern

Mit ihren Projekten schaffen sie nachhaltig wirtschaftlichen Nutzen für Menschen in Not. Und wie? Durch unternehmerisches Denken! Wir stellen euch unseren neuen Kooperationspartner Encatus Deutschland und vier seiner Projekte vor.

Am Puls der Zeit: Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit

Nicht erst seit Greta Thunberg ist das Bewusstsein für unsere Umwelt in unserer Gesellschaft größer denn je. Unzählige Start-ups, aber auch große Konzerne beschäftigen sich damit, nachhaltiger zu produzieren und neue Lösungen zu schaffen. Auch im Kleinen versuchen viele etwas besser zu machen – sei es nun, indem sie auf alternative Produkte ohne Plastik zurückgreifen, ihre Ernährung umstellen oder auf Flugreisen verzichten. Doch Nachhaltigkeit hat oft einen „grünen Stempel“, der das Thema gar nicht im Ganzen erfasst. Denn es gibt sowohl eine ökologische, soziale als auch wirtschaftliche Dimension. Die Vereinten Nationen (UN) halten in ihrer Agenda 2030 ihre Ziele für eine nachhaltige Entwicklung fest: 

Was ist Enactus?

Wie man Nachhaltigkeit in seinen verschiedenen Dimensionen denkt, hat auch die internationale Organisation Encatus verstanden. Das weltweite Netzwerk umfasst über 70.000 Studierende, Vertreter von 550 Unternehmen und 1.700 Hochschulen in 36 Ländern. Gemeinsam leben sie aktiv gesellschaftliches Engagement und zeigen soziale Verantwortung, indem sie unternehmerisch denken und handeln. Denn ein Ziel vereint alle Projekte, die durch Enactus angestoßen und umgesetzt werden: Mit unternehmerischen Lösungen nachhaltig wirtschaftlichen Nutzen für Menschen in Not schaffen. Sprich: Entrepreneurship trifft auf soziale Verantwortung. Die Arbeit bei Encatus ist für sie ein Ehrenamt, in das sie neben dem Studium viel Zeit investieren. Zusätzlich entwickeln sie sich durch ihr Engagement zu verantwortungsvollen und professionellen Führungskräften.

„An Enactus begeistert mich besonders die große Anzahl junger, engagierter, charakterstarker und kommunikationsstarker Persönlichkeiten. Eine so große Anzahl kenne ich aus keiner anderen studentischen Organisation.“

Frank Beumer, Financial Consultant und Enactus Botschafter bei HORBACH.

Wie unterstützt HORBACH?

Unsere Financial Consultants stehen den Studierendenteams von Enactus Deutschland als Business Advisor zur Seite. Sie fördern das innovative und unternehmerische Denken, sind Ansprechpartner, wenn es um Business-Präsentationen und Pitches geht oder geben Workshops – etwa zum Thema Akquise von Sponsoren, Team Building oder Persönlichkeitsentwicklung.

„Ich finde es einfach gut, etwas zu verändern. Was ich bei Encatus so faszinierend finde: Sie gehen weg vom klassischen Spendensammeln und leisten durch das eigene, unternehmerische Handeln einen gesellschaftlichen Mehrwert. Durch die Kooperation von Encatus und HORBACH kommen Menschen zusammen, die das Unternehmerische in ihrer DNA haben und die Zukunft positiv gestalten wollen.“

Kristof Balke, Financial Consultant bei HORBACH. Er unterstützt das Team von Enactus in Hannover als Business Advisor.

HORBACH unterstützt auch dich, Verantwortung für deine finanzielle Zukunft zu übernehmen – mit einem lebensbegleitenden Finanzplan.

Genauer hingeschaut: Enactus-Projekte, die die Welt im Kleinen verbessern

Bei Enactus dreht sich alles um Projekte. Beim jährlich stattfindenden Wettbewerben auf nationaler und internationaler Ebene treten diese sogar gegeneinander an. Hier müssen sich die Teams vor einer Jury aus der Wirtschaft behaupten. Wir stellen euch vier von über 4.900 Projekten vor, die jährlich von Enactus entwickelt werden: 

 

Blauherz

Mit dem Projekt „Blauherz“ hat ein Encatus-Team aus Mannheim eine Nähmanufaktur ins Leben gerufen, die Arbeitsplätze für sozial benachteiligte Menschen schafft. Geflüchtete sowie Menschen mit Handicap oder anderen sozialen Benachteiligungen werden so dabei unterstützt, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Clou an den Produkten der Modemanufaktur: Neben Kleidungsstücken und Accessoires für jedermann wird hier Mode für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer, hergestellt. Dabei setzt die Manufaktur auf eine nachhaltige Produktion, also zertifizierte Ökostoffe und Upcycling-Materialien, die regional produziert werden. 

Gaia Greenhouse

Das Projekt „Gaia Greenhouse” beschäftigt sich mit Gewächshäusern in Ruanda. Durch das Projekt des Teams aus Bochum werden Kleinbauern in den Dörfern unterstützt und dank größerer Ernten Hunger, Mangelernährung und Armut nachhaltig bekämpft. Die Bauern lernen nicht nur, wie sie die modularen Gewächshäuser aufbauen können, sondern auch, wie sie mit Bananenschalen und Kaffeeresten ihren eigenen Bio-Dünger herstellen können. So wird die Fruchtbarkeit des Bodens gefördert und der Ernteertrag erhöht. Das zahlt sich nicht nur für die eigene Selbstversorgung der Bauern aus, sondern generiert gleichzeitig wichtige Einnahmen aus dem Obst- und Gemüseverkauf.

Socialbnb

Mit „Socialbnb“ hat ein Studierendenteam aus Köln eine Plattform geschaffen, dank der sich Reisen und soziales Engagement verbinden lassen. Reisende können sich auf dieser Plattform mit lokalen NGO-Organisationen in Verbindung setzen, um in deren Unterkünften zu übernachten. Diese kleineren Organisationen haben meist einen niedrigen Bekanntheitsgrad und erhalten daher nur wenige Spenden, auf die sie allerdings angewiesen sind. Viele haben jedoch freie Zimmer und Betten. Im Endeffekt entsteht so durch Socialbnb eine Win-Win-Situation: Die NGO bekommt für die Übernachtung Geld, das ihren sozialen Projekten zu Gute kommt. Die Reisenden erhalten im Gegenzug nicht nur einen realen Einblick in die Kultur des Landes, sondern können sich auch mit Einheimischen austauschen und die Arbeit der NGOs vor Ort hautnah miterleben.

Amapro

Mit „Amapro” hat ein Enactus-Team aus Aachen eine Lösung für eine erschreckende Tatsache entwickelt: Jährlich verlieren über eine Millionen Menschen Gliedmaßen durch Unfälle oder Kriege, davon rund 80 Prozent aus Entwicklungsländern. Der Zugang zu Prothesen bleibt diesen Menschen oft verwehrt – und genau das will „Amapro“ ändern. Ihre Lösung sind Prothesen, die mit einem 3D-Drucker personalisiert produziert werden. Die moderne Technologie ermöglicht es nicht nur, Prothesen für einen Bruchteil der normalen Kosten zu produzieren, sondern beschleunigt auch den Herstellungsprozess. Mit ihrem Pilotprojekt in Marokko haben sie ein nachhaltiges und selbsttragendes Geschäftsmodell auf die Beine gestellt, das die Produktion und den Verkauf zunächst von Handprothesen über eine lokale Klinik organisiert. Um das Ziel einer nachhaltigen medizinischen Infrastruktur zu etablieren, werden zusätzlich Prothesenbauer in weiteren über Open-Source verfügbaren Prothesenformen ausgebildet. Auch hier gilt das Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen vor Ort.

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