Kristof unterwegs

Teil 4: Alltag in Fortaleza

Wir begleiten Kristof auf seine 6-wöchigen Reise nach Brasilien, bei der er ein freiwilliges Praktikum im Rahmen des Global-Volunteer-Programms von AIESEC absolviert. Wer ist Kristof, wie kam er zu seiner Entscheidung und wie finanziert er seinen Aufenthalt? Alles hier zu im Auftakt zu unserer Serie "Kristof unterwegs"

Inzwischen ist er einige Wochen vor Ort und berichtet heute von seinem Alltag:

Morgens ist quasi „Me-Time“. Für jemanden wie mich - also die beste Zeit des Tages. Ich stehe relativ früh auf, frühstücke mit der Familie und einigen Arbeitskollegen des Vaters – die Wohnungstür steht um diese Zeit quasi offen und es herrscht reger Durchlauf. Danach nutze ich die Zeit zum Lesen oder für körperliche Betätigung. Den Begriff „Sport“ hat das Ganze nach Weihnachten und meinen ersten Wochen der Untätigkeit nämlich nicht mehr verdient. Im Anschluss geht es meistens ein wenig an den Laptop, denn vor der Arbeit ist bei der Arbeit. So ganz kann ich es dann nämlich doch nicht lassen, mich um Mails und entgangene Anrufe in der Causa Horbach zu kümmern. Dabei macht es das World Wide Web mir besonders einfach. Organisatorisches hier, Kundenvorgänge da und zwischendurch mal vom Bett aus mit dem Kollegen facetimen. Die Zeitverschiebung von minus vier Stunden im Vergleich zur deutschen Zeit spielt mir dabei ebenfalls in die Karten.
 

Pausenhof in Fortaleza
Meine "Schüler" beim Spielen auf dem Pausenhof.

Mittagessen gibt es vergleichsweise früh um spätestens 11.30 Uhr, damit ich pünktlich um kurz vor 12 Uhr aus dem Haus komme und um 13 Uhr in der NGO bin. Dort habe ich dann 30 Minuten mit den anderen drei Volunteers Zeit, den Raum für den Unterricht vorzubereiten, bevor um 13.30 Uhr die erste von drei Gruppen angestürmt kommt. Was den Inhalt betrifft, richten wir uns dabei ein wenig nach den Kindern und Jugendlichen. Die finden nämlich eigentlich viel interessanter, dass da Menschen aus anderen Ländern vor ihnen stehen, als das, was wir besprechen. Auch in der vierten Woche ist der größte Running-Gag noch immer, dass ich gebeten werde, etwas auf Englisch oder Deutsch zu sagen. Deswegen gestalten wir die Unterrichtseinheiten etwas interkulturell und gestalten das Ganze mit Englisch und Spanisch neben dem Portugiesischem trilingual.
 

Untericht in Fortaleza
Der Unterricht läuft locker und lustig ab.

Thematisch sind wir zum Thema Umwelt von der größten zur kleinsten Betrachtungsebene vorgegangen. Begonnen bei Südamerika über Brasilien bis auf die Ebene des Hauses der Kinder. Bei Letzterem ging es konkret um die soziale Wirklichkeit der Kinder, sprich darum, wie sie leben und wie sie mit zum Beispiel mit Müll umgehen.

Nach den drei Gruppen á 90 Minuten ist dann um 18 Uhr Schluss und es geht nach Hause. Dort werden sich dann noch Aufgaben für den nächsten Tag überlegt.
 

Kreativität macht Spaß
Und dies sind die Ergebnisse.