Versicherungen für Ärzte und angehende Mediziner

Du bist Medizinstudent, stehst vor deinem Praktischen Jahr (PJ) oder startest ins Berufsleben? Hier sagen wir dir, welche Absicherungen dich genauso sicher und zuverlässig durchs Leben als Mediziner begleiten können wie der Pschyrembel.

Unterschiede zwischen Studium, PJ und Berufsstart

Nach all den Jahren des Paukens und Bücherwälzens solltest du dir kurz die Zeit nehmen, dich um deine Absicherung für das kommende Berufsleben zu kümmern. Schließlich wartet nicht nur ein hoffentlich erfüllendes Arbeitsleben auf dich, sondern ziemlich sicher auch die eine oder andere Situation, in der du froh sein wirst, dich rechtzeitig abgesichert zu haben.

Versicherungen wie eine Berufshaftpflicht oder die passende Krankenversicherung sind sehr sinnvoll. Behandlungsfehler können schließlich immer und jedem passieren, sodass eine Berufshaftpflicht schon für Studierende im PJ zu den Must-haves gehört. Gehst du ins Ausland, gibt es weitere Besonderheiten zu beachten.

Auch an die finanziellen Folgen einer möglichen Berufsunfähigkeit solltest du nicht erst mit Mitte 40 denken, zumal Versicherungen für junge Ärzte in der Regel günstiger sind als für ältere. Wichtig zu wissen: Dein Arbeitgeber sichert dich zwar gegen gewisse Risiken ab, aber nicht gegen alle. Hier sagen wir dir, welche Lücken es gibt und was du dagegen tun kannst.

Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte

Eine Berufshaftpflichtversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Schadensersatzansprüchen von Patienten. Egal, ob Personen-, Sach- oder Vermögensschaden, sobald etwas im Rahmen deiner medizinischen Tätigkeit passiert, kann es sein, dass du persönlich und finanziell dafür einstehen musst.

Grundsätzlich bist du als Assistenzarzt, PJler oder Student weisungsgebunden tätig, das heißt, für gewöhnlich haftet dein Arbeitgeber, wenn du Fehler machst (Freistellungspflicht). Es ist aber nicht auszuschließen, dass du für diese Tätigkeit in Regress genommen werden kannst.

Für nebenberufliche Tätigkeiten, die du außerhalb deiner angestellten Tätigkeit leistest, benötigst du eine eigene Berufshaftpflichtversicherung. Es fängt aber schon damit an, dass du auf der Straße Erste-Hilfe-Leistungen durchführen könntest oder Behandlungen im Bekanntenkreis machst. Hierfür ist auf jeden Fall eine Absicherung zusätzlich zu deiner angestellten Tätigkeit notwendig. Außerdem kann dich der Arbeitgeber im Einzelfall in Regress nehmen. So wurde ein PJler vom Landgericht Bielefeld wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil er einem Kind versehentlich ein orales Antibiotikum falsch verabreicht hatte.

Eine Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte im PJ ist also mehr als nur empfehlenswert. Zusätzlicher Vorteil: In manchen Tarifen für Studenten, PJler und Assistenzärzte ist gleichzeitig eine Privathaftpflichtversicherung inkludiert. Diese muss dann nicht mehr separat abgeschlossen werden.

Auch über eine Rechtsschutzversicherung solltest du in diesem Zusammenhang nachdenken. Es gibt hier einige Produkte mit speziellen Mediziner-Bausteinen.

Du hast Finanz- und Versicherungsfragen rund um Studium, PJ oder Berufseinstieg? Unsere Experten helfen dir weiter!

Berufsunfähigkeitsversicherung für Mediziner

Jeder vierte Deutsche wird Studien zufolge während seines Berufslebens arbeitsunfähig. Psychische Erkrankungen und solche des Bewegungsapparates sind die beiden häufigsten Gründe dafür, wie jährliche Erhebungen der Ratingagentur Morgen & Morgen zeigen. Mitunter also Gründe, die besonders Mediziner im seelisch wie körperlich fordernden Arbeitsalltag treffen können.

Für eine möglichst frühe Absicherung schon als Medizinstudent oder Berufseinsteiger gibt es auch hier gute Gründe. Je später du dich versicherst, desto höher ist das Risiko, dass deine eigene Krankengeschichte die Beiträge in die Höhe schnellen lässt oder Versicherungen dich gar ablehnen. Auch sind die Beiträge in jungen Jahren günstiger, was sich langfristig gegenüber einem späteren Einstieg auszahlen kann.

Zudem wirst du als Medizinstudent eher in die günstigste Berufsgruppe einsortiert und behältst diese meist selbst dann, wenn du später in risikoreichere Tätigkeiten oder Fachbereiche wechselst. Unter Umständen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte im Praktischen Jahr sogar kostenfrei.

Zu guter Letzt spricht noch Folgendes für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung: Ärzte erhalten über ihr berufsständisches Versorgungswerk nur eine Leistung, wenn sie vollständig berufsunfähig sind, also keinerlei ärztliche Tätigkeiten mehr ausüben können und ihre Approbation abgeben. Eine private Versicherung leistet oft schon ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit ohne Verweis auf eine andere Tätigkeit. Du darfst sogar deine Approbation behalten und, soweit möglich, weiterarbeiten. 

Sichere dich rechtzeitig gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit ab. Wir beraten dich gern!

Altersvorsorge für Ärzte durch Versorgungswerke

Die meisten Ärzte sind Mitglied im Versorgungswerk der Ärzte. Als Mitglieder im Versorgungswerk können sie sich auf Antrag von der Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung (DRV) befreien lassen.
Die Anforderungen und Leistungen der Ärzteversorgungswerke können sich je nach Bundesland unterscheiden, die Werke bieten aber eine gute Grundversorgung im Bereich der Altersvorsorge, aber auch weitere Leistungen, beispielsweise eine Hinterbliebenenrente.

Jedoch reichen die Zahlungen aus den Versorgungswerken der Ärzte meist nicht aus, um den Lebensstandard, den du dir wünschst, im Ruhestand abzudecken.

Auch eine private Absicherung deiner Arbeitskraft macht Sinn: Damit erhält man in vielen Fällen früher Leistungen im Falle einer Berufsunfähigkeit, als dies aus dem Versorgungswerk der Ärzte der Fall ist, da hier je nach Versorgungswerk deutlich höhere Anforderungen an den Leistungsbezug gestellt werden (beispielsweise bei Einstellung der gesamten ärztlichen Tätigkeit).

Finanzielle Vorteile sichern, Vermögen aufbauen

Als Mediziner kannst du dir einige finanzielle Vorteile sichern. So gibt es günstige Sondertarife zur privaten Krankenversicherung für Ärzte. Als Assistenzarzt kannst du vom Arbeitgeber Zulagen für Bereitschaftsdienste erwarten. Als approbierter Arzt profitierst du von einer Grundversorgung durch ein berufsständisches Versorgungswerk.

Was den Aufbau eines gewissen Vermögens angeht, so kommst du auch als gutverdienender Mediziner nicht drum herum, dich selbst um deine Zukunft zu kümmern. Dazu gehört auch, dass du dich finanziell frühzeitig und optimal absicherst. Da dies von deinen individuellen Anforderungen und Wünschen abhängt, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch, wie es unsere Experten anbieten. Hier jedoch einmal im Überblick die wichtigsten Bausteine, auf die du deinen Vermögensaufbau stützen könntest.

Gesetzliche Rente, Versorgungswerke der Ärzte, betriebliche Altersvorsorge, Fondssparplan, alternative Anlagen: Ob du deine persönlichen Ziele erreichst und im Alter noch deinen Lebensstandard halten kannst, hängt von einer langfristigen, aber flexiblen finanziellen Planung ab. Ein Beispiel: Eine betriebliche Altersvorsorge macht vor allem Sinn, wenn du eine Laufbahn im Angestelltenverhältnis anstrebst. Kannst du dir aber vorstellen, dich möglichst bald selbst niederzulassen, ist sie nicht mehr so attraktiv.

Meist bietet sich demnach eine Kombination mehrerer Bausteine an. So könntest du zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge mit einem Fondssparplan kombinieren und später um alternative Anlagen wie Immobilien ergänzen. Hier gilt wie so oft: Je früher du mit dem Vermögensaufbau anfängst, desto besser. Du kannst schon mit niedrigeren Beiträgen langfristig ein attraktives Vermögen aufbauen (Stichwort „Zinseszinseffekt“).

Damit sind Fondssparpläne gerade für Studenten und Berufseinsteiger ein oft sinnvoller und wichtiger Bestandteil des Vermögensaufbaus. Du bleibst flexibel, kannst dein Risiko durch eine breit gestreute Anlage minimieren und eine langfristig überdurchschnittliche Rendite erzielen.

Arzt: Krankenversicherung privat oder gesetzlich?

Als Medizinstudent oder Berufseinsteiger bist du in der Regel gesetzlich krankenversichert. Während selbstständige Ärzte sich jederzeit privat krankenversichern können, ist das für Angestellte erst möglich, wenn sie eine bestimmte Einkommensgrenze überschreiten. Diese sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt 2020 bei 62.550 Euro Jahreseinkommen.

Doch lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) für Ärzte überhaupt? In der Regel hast du als Mediziner ein eher hohes Einkommen mit entsprechend hohen Beiträgen in der gesetzlichen Krankenkasse, denn die richten sich nach der Einkommenshöhe. Bei einer privaten Krankenkasse kannst du mit einem bedarfsgerechten Tarif günstig einsteigen und im Alter mit angesparten Altersrückstellungen und einem Beitragsentlastungstarif hohen Beiträgen vorbeugen. Zusätzlich profitierst du von besseren Leistungen gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Als Medizinstudent oder junger Arzt genießt du einen weiteren Vorteil: Versicherer bieten besonders günstige Tarife an, bei denen du dir frühzeitig die Option auf eine private Krankenversicherung sichern kannst. Das heißt, du machst in jungen Jahren die Gesundheitsprüfung, zahlst einen geringen Beitrag und kannst dann bei freier Tarifwahl und ohne erneute Gesundheitsprüfung später in die Vollversicherung wechseln. Welche Vor- und Nachteile GKV, PKV und spezielle Tarife haben, erklären wir dir gern in einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Als Mediziner im Ausland

Als Student oder Berufseinsteiger ins Ausland ist für dich ein Traum, der schon bald wahr werden könnte? Dann solltest du rechtzeitig dafür sorgen, dass du beim Kofferpacken keine feuchten Hände kriegst, weil dein Kumpel fragt, ob du an die Krankenversicherung fürs Ausland gedacht hast oder deine Klinik in Südafrika noch eben den Nachweis der Haftpflichtversicherung einfordert.

Woran du vor deinem Auslandsaufenthalt denken solltest, sind vor allem eine Auslandskrankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung sowie eine Unfallversicherung. Ärzte im Ausland erhalten von einer Auslandsreisekrankenversicherung Arzt- und Rücktransport-Kosten erstattet, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Hast du während eines Einsatzes einen Unfall, springt die Unfallversicherung ein. Machst du einen Fehler bei der Behandlung eines Patienten, kann eine Haftpflichtversicherung dich vor erheblichen finanziellen Folgen schützen. 

HORBACH: Beratungserfahrung in der Medizin

Warum bietet HORBACH Medizinern eine gute Beratung? Ganz einfach: Weil unser Unternehmen aus der Beratung von PJlern heraus entstanden ist. Gibt es eine kostenlose Berufshaftpflicht für Medizinstudenten im PJ? Welche Krankenversicherung brauche ich zum Start ins volle Berufsleben? Wie kann ich jetzt sparen, um später meine Niederlassung zu finanzieren? Diese und weitere Fragen bewegen unsere Experten damals wie heute.

Wenn du also auch Fragen rund um Finanzplanung oder Versicherungen für Ärzte hast, helfen wir dir gerne weiter! 

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