Wie Sie beruflich neue Wege gehen

Es ist nie zu spät für Veränderungen – und vor allem nicht, wenn es um eine berufliche Neuorientierung geht. Raus aus dem Hamsterrad! Daniel Pflieger und Ingo Blanke haben diesen Schritt gewagt und ihren Job an den Nagel gehängt, um einen völlig anderen Karriereweg zu gehen – mit Erfolg.

Vom Heilerzieher zum Geschäftsführer einer Geocaching-Agentur: Insgesamt neun Jahre hat Daniel Pflieger als Heilerziehungspfleger gearbeitet. Als er 2008 bei einem beruflichen Ausflug erstmals Geocaching ausprobierte, war der heute 34-Jährige begeistert: „Da habe ich Feuer gefangen mit dem Spiel, und seitdem bin ich einfach ein großer Geocaching-Fan.“ Nach diesem Schlüsselerlebnis wollte er sein Hobby zum Beruf machen.

Zunächst eröffnete Pflieger zusammen mit einem Freund einen Webshop, der Geocaching-Zubehör wie Taschenlampen, GPS-Geräte und auch Eigenentwicklungen anbot. Nebenberuflich. Doch das Geschäft florierte und so kündigte Pflieger bereits zwei Jahre später seinen bisherigen Job als Heilerzieher, um sich voll und ganz seinem Geocaching-Shop zu widmen. „Wir stellten aber fest, dass Pakete zur Post zu bringen wenig mit dem aktiven Spiel an sich zu tun hat“, so Pflieger. Zudem kamen vermehrt Anfragen von Gruppen, die Interesse an begleitetem Geocaching hatten.

Mittlerweile ist Pflieger Inhaber und Geschäftsführer der eigenen Geocaching-Agentur Geheimpunkt und bietet Geocachingevents für Unternehmen, maßgeschneiderte Ausflüge für Privatpersonen und als weltweit erster und einziger Anbieter sogar komplette Geochaching-Reisen an. Mit großem Erfolg: Mittlerweile gehören sieben Mitarbeiter zum Geheimpunktteam. Pflieger lebt heute seinen Traum und ist stolz darauf, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben.

Raus aus Deutschland und der Gastronomie – auf nach Thailand als nachhaltiger Reiseveranstalter.

Genau wie Ingo Blanke. 25 Jahre war er im leitenden gastronomischen Bereich tätig. Und fast so lange trug er seit einem beruflichen Aufenthalt in Ecuador seine Leidenschaft fürs Segeln und das Reisen auf See in sich. Nun hat er für seine weitere Passion – die thailändische Kultur und seinen Traditionen – alle Brücken zu seiner deutschen Heimat abgebrochen, sein Haus gegen einen Katamaran eingetauscht und sich zusammen mit seiner thailändischen Lebensgefährtin auf nach Krabi, eine Stadt und Region im Süden Thailands, gemacht.

Dort haben die beiden ihre Firma gegründet und bieten nun mit einem internationalen Team aus zehn Leuten umweltbewussten Urlaub an. Gearbeitet wird überwiegend über Online-Buchungen auf ihrer Website. „Bereits auf unserer Schiffsreise nach Thailand hatten wir die ersten Reisereservierungen“, berichtet der 45-Jährige.

Er hat seine Vision in die Realität umgesetzt und widmet sich nun anstatt Tischreservierungen und Weinbestellungen unter anderem auch dem sozialen Engagement vor Ort. Unter anderem mit Schulprojekten und der Reduzierung von Plastikmüll. „Die Mischung macht unsere angebotenen Reisen aus: mitsegeln, mitkochen, aber auch wandern, schnorcheln, fischen und nicht zuletzt: relaxen.“ Und das alles mit Solarstrom und Wasseraufbereitung. Im Sinne der Nachhaltigkeit.

Nach oben