Zweifel am Studium – was nun?

Fast jeder dritte Student verlässt Uni oder Fachhochschule ohne Abschluss.1 Was sich nach Scheitern anhört, muss für die Karriere kein Nachteil sein. Industrie, Handel und Handwerk bemühen sich um Studienabbrecher als Kandidaten für Ausbildungsberufe. So verschafft Ihr Euch Klarheit darüber, wie es weitergehen soll. 

Von wegen Bildungsmisere: Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland steigt seit Jahren. Weit mehr als die Hälfte eines Geburtsjahrgangs entscheidet sich heute für eine Hochschulausbildung – pro Studienjahr über eine halbe Million junge Menschen. Bis zum Abschluss halten jedoch längst nicht alle durch. 29 Prozent aller Bachelorstudenten brechen vorzeitig ab. An den Universitäten ist die Quote etwas höher, an Fachhochschulen etwas niedriger. Das zeigt eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW*). Vor allem in mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern geben Studierende oft vorzeitig auf.
Die Meisten entschließen sich laut der Untersuchung relativ früh, das Studium hinzuschmeißen: Knapp die Hälfte verlässt die Hochschule in den ersten beiden Semestern, fast ein Drittel im dritten oder vierten Semester.

Ausschlaggebende Gründe für Studienabbrüche

Motive für Studienabbruch 2

Die Gründe:

  • 30 Prozent der Befragten kamen nicht mit den Leistungsanforderungen im Studium klar,
  • 17 Prozent mangelte es an Motivation,
  • 15 Prozent wollten lieber praktisch tätig sein.


Trotz des Bruchs im Lebenslauf sind die Aussichten für Abgänger günstig, heißt es im DZHW-Report. Die überwiegende Mehrheit finde schnell eine Bildungs- oder Berufsalternative. Ein halbes Jahr nach dem Abschied von der Hochschule hätten 43 Prozent von ihnen eine Berufsausbildung aufgenommen, 31 Prozent seien erwerbstätig.

In Industrie, Handel und Handwerk sind Studienabbrecher begehrte Kandidaten für Ausbildungsberufe. Die zwei bis dreijährige Ausbildungszeit können Studienabbrecher in der Regel verkürzen, weil das Abitur mit bis zu zwölf Monaten angerechnet wird. Wer überdurchschnittliche Leistungen in Betrieb und Beruf erbringt, kann zusätzlich Zeit sparen und vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen werden.

Häufig dauert es eine Weile, bis der Entschluss gereift ist, ob es mit dem Studium weitergehen soll oder nicht. Studierendenwerke, die Bundesanstalt für Arbeit sowie Industrie- und Handelskammern geben Tipps für die Entscheidung. Welcher Beruf und welches Unternehmen zu einem passen könnten, lässt sich gut im Rahmen von Praktika erkunden. HORBACH ermöglicht praxisnahe Einblicke in Beratungsprozesse und die Begleitung anspruchsvoller Projekte. Jeder Praktikant erhält ein individuelles Stärkenprofil als Basis für seine Karriereplanung. Ob als Campus-Scout, der beim Aufbau von Netzwerken in Hochschulen unterstützt, als Berater-Assistent oder als Trainee „Financial Consultant“ bieten sich Akademikern wie Studienabbrechern danach viele Möglichkeiten, bei HORBACH ein- und aufzusteigen.

Fotocredit:
istockphoto.com/Ridvan Celik

Quellen
1 Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Stand: Juni 2017 (http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201701.pdf )
2 DZHW/Studienabbruchstudie 2016, Infografik Abb. 4.3 Ausschlaggebende Studienabbruchmotive nach Abschlussart, S.23 (http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201701.pdf)

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