Praxiserfahrungen – dein persönlicher Weg zum Traumjob

02. August 2022

Für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben lohnt es sich, frühzeitig auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie sind eine tolle Ergänzung zu deinen theoretischen Kenntnissen aus dem Studium – und ein wichtiger Pluspunkt in deiner Bewerbung. Wie du am besten Praxiserfahrungen gewinnst und was es dabei zu beachten gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Bevor Frauke Meyer als selbstständige Partnerunternehmerin für HORBACH in Mainz angefangen hat, hat sie in verschiedenen Bereichen Praxiserfahrungen gesammelt. Die 35-Jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung bei einem Versicherungsunternehmen und später ein duales Wirtschaftsstudium. Wenn man sie nach den wichtigsten praktischen Erfahrungen für ihren Weg ins Berufsleben befragt, nennt sie jedoch auch ihre Tätigkeit als Trainerin: Früher hat Frauke nebenberuflich junge Mädchen auf verschiedenen Leistungsniveaus im Geräteturnen trainiert. Menschen dabei zu unterstützen, ihre Talente und Fähigkeiten zu entwickeln, das ist etwas, das die HORBACH-Partnerin noch heute mit Begeisterung macht.

Mehr darüber, wie Frauke noch immer von ihren allerersten praktischen Erfahrungen profitiert, erfährst du in Folge 9 unseres Podcasts „Let’s schnack! – der HORBACH Podcast rund um Zukunft und Berufsstart“. 

Generation Praktikum?

Praktische Erfahrungen brauchen und sammeln wir alle im Laufe unseres Berufslebens. Und je vielfältiger die Arbeitswelt wird, desto wichtiger sind für uns diese Möglichkeiten zur Orientierung. Vor einigen Jahren war sogar die Rede von der Generation Praktikum: Menschen beschrieben damit ihren Eindruck, dass junge Leute bei ihrer Suche nach einem festen Job lange von einem Praktikum zum nächsten gehen. Was dran ist an der Vorstellung einer Generation Praktikum, wurde aber schon damals diskutiert.

Manchmal hast du ja auch gar keine Wahl, weil deine Studienordnung dir ein oder sogar mehrere Pflichtpraktika vorschreibt. Aber auch ohne eine solche Verpflichtung ist das Hineinschnuppern in die praktischen Aspekte eines Berufes immer eine gute Idee – zum Beispiel in Form eines freiwilligen Praktikums während der Semesterferien.

Ob nun freiwillig oder als Pflicht – Fakt ist: Das Bild vom armen Studierenden, der oder die für wenig Geld arbeiten müssen, stimmt so nicht. Tatsächlich gilt laut der Agentur für Arbeit bei freiwilligen Praktika, die länger als drei Monate dauern, sogar der gesetzliche Mindestlohn. Wer kürzer im Unternehmen ist oder ein Pflichtpraktikum absolviert, hat diesen gesetzlichen Anspruch nicht und muss dementsprechend verhandeln.

Frauke Meyer empfiehlt übrigens auch für freiwillige Praktika eine Mindestdauer von vier Wochen. Wer kürzer bleibt, hat kaum genug Zeit, um das Unternehmen und das Berufsbild ausreichend kennenzulernen. „Außerdem ist es eine schöne Erfahrung, wenn einem nach einigen Wochen Praktikum zunehmend mehr Verantwortung übertragen wird, man also die eigene Weiterentwicklung bewusst miterleben kann“, sagt Frauke.

Tipp: Die Stellen für Pflicht- und auch für freiwillige Praktika werden heute online ausgeschrieben. Eine Übersicht über die wichtigsten Praktikumsbörsen findest du hier. Darüber hinaus spricht natürlich nichts gegen eine Initiativbewerbung bei deinem Wunschunternehmen.Generation Praktikum

Viele Wege führen in die Berufspraxis

Das Praktikum ist nicht die einzige Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Als Student oder Studentin kannst du außerdem einen klassischen Nebenjob wählen oder aber Werkstudent oder -studentin werden.

Laut Definition arbeitest du als Werkstudent oder -studentin für mehr als 450 Euro pro Monat. Du bist also nicht geringfügig beschäftigt. Außerdem haben diese Tätigkeiten zwar nicht zwangsweise, aber in aller Regel einen inhaltlichen Bezug zum Studium. Ein Nebenjob hingegen ist häufig in einem völlig fachfremden Bereich angesiedelt, die meisten üben ihn auf 450-Euro-Basis aus.

Wenn du genauer wissen willst, wie du schon während deines Studiums bei HORBACH durchstarten kannst, schau hier nach.

Steuern und Co.: Das sind die Spielregeln

Während ein Praktikum außerhalb des Studienbetriebes absolviert wird und deshalb bis zu 40 Wochenstunden umfasst, laufen Nebenjob und Tätigkeit als Werkstudent oder -studentin studienbegleitend. Deshalb gelten hier bestimmte Regeln:

  • Zeitumfang: Deine Tätigkeit sollte während des Semesters nicht mehr als 20 Wochenstunden umfassen. Anderenfalls gilt dein Studium nicht mehr als Haupttätigkeit. Dies kann zur Folge haben, dass dir der Studierendenstatus aberkannt wird und du deswegen möglicherweise aus der Familienkrankenversicherung ausgeschlossen wirst. Während der Semesterferien hingegen darfst du auch mal mehr Stunden arbeiten.
  • Verdienst: Für deinen Verdienst gilt eine jährliche Steuerfreigrenze. Diese liegt für 2022 bei 9984 Euro. Das bedeutet: Bis zu diesem Betrag bleibt dein Verdienst einkommensteuerfrei. Alles, was du darüber hinaus verdienst, muss versteuert werden. Weil deine Steuer zunächst vom Gehalt abgeführt wird, solltest du unbedingt eine Steuererklärung machen. Dann erhältst du sie im Folgejahr zurück. Die Ausnahme ist der 450-Euro-Job, der immer steuer- und sozialversicherungsfrei ist.
  • BAföG: Wenn du BAföG beziehst, darfst du grundsätzlich nur bis zu 450 Euro im Monat dazuverdienen. Anderenfalls werden deine Leistungen gekürzt.

Lieber ehrenamtlich? Auch das ist möglich!

Nicht für jeden ist ein mehrwöchiges Praktikum oder ein Werkstudentenvertrag die optimale Lösung – vor allem dann, wenn es sich um ein besonders zeitintensives Studium handelt. Eine Möglichkeit, dennoch praktische Erfahrungen zu sammeln, stellt das Engagement in einer Studierendeninitiative dar. Hier kannst du in der Regel freier entscheiden, wann und wie intensiv du mitarbeiten möchtest. Zudem kann eine ehrenamtliche Tätigkeit später beim Bewerbungsgespräch deinen Gegenüber von deinen sozialen Kompetenzen überzeugen. HORBACH zum Beispiel arbeitet schon lange mit der internationalen Non-Profit-Organisation Enactus zusammen, die sich für ein nachhaltigeres Leben einsetzt.

Nicht nur fachlich, sondern auch menschlich wachsen

Nachdem du nun weißt, in welcher Form du während deines Studiums praktische Erfahrungen sammeln kannst, folgt nun ein Blick auf die inhaltliche Seite.

Grundsätzlich kannst du abgesehen von den in deinem Studiengang vorgeschriebenen Pflichtpraktika – wählen, ob du deine Erfahrungen möglichst nah an den theoretischen Inhalten des Studiums oder doch lieber in einem ganz anderen Bereich sammeln willst. So scheint für jemanden, der ein naturwissenschaftliches Fach studiert, ein Job oder Praktikum bei einem Consulting-Unternehmen auf den ersten Blick nicht unbedingt naheliegend. Aber gerade dadurch können sich spannende Lerneffekte ergeben: Er oder sie kann einerseits mit dem für die Naturwissenschaften typischen analytischen Denken das Consulting-Team bereichern und andererseits wertvolle wirtschaftliche Kenntnisse erwerben.

Letztlich dienen Praktikum, Nebenjob und Werkvertrag dem Zweck, dir möglichst viele konkrete Informationen über ein bestimmtes Berufsfeld zu vermitteln. Es ist deshalb sinnvoll, sie entsprechend deinen Wünschen und Vorstellungen für deine spätere Karriere auszuwählen. Aber gerade, wenn du noch ganz am Anfang stehst, kannst du diese Möglichkeiten auch nutzen, um möglichst viele verschiedene Bereiche kennenzulernen.

Fakt ist: Bei jeder praktischen Tätigkeit wirst du Erfahrungen sammeln, die du später im Berufsleben nutzen kannst. Dies beschränkt sich nicht nur auf fachliche Inhalte: auch deiner persönlichen Entwicklung kann eine neue Erfahrung guttun.

Profi-Tipp: Vor allem wenn du noch nicht viel Berufserfahrung hast, die du bei einer Bewerbung auflisten kannst, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Warst du während der Schulzeit in einer AG? Übst du einen Mannschaftssport aus? Hast du ein Amt in einem Verein inne? Wenn ja: Welche persönlichen Fähigkeiten hast du dabei erworben und wie kann dein künftiger Arbeitgeber oder deine künftige Arbeitgeberin davon profitieren?

So berichtet Frauke, dass sie während ihres Nebenjobs in einem Ausflugslokal gelernt hat, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und lösungsorientiert zu arbeiten. Außerdem hat sie schon damals festgestellt, wie wichtig es ihr ist, bei ihrer Arbeit das Wohlbefinden ihrer Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Beide Qualitäten kommen ihr heute bei ihrer Tätigkeit im Bereich der Finanzberatung für HORBACH zugute.

Welche persönlichen Kompetenzen sind außerdem wichtig?

Belastbarkeit und Kundenorientierung sind nur zwei der persönlichen Fähigkeiten, die heute in vielen Berufen gefragt sind. Speziell für eine Karriere bei HORBACH nennt Frauke außerdem noch diese:

  • die Fähigkeit (und Disziplin) zur selbstständigen Arbeit
  • Zielstrebigkeit
  • Lernbereitschaft
  • Verhandlungsgeschick
  • Kritikfähigkeit
  • Durchhaltevermögen

Natürlich sind nicht alle diese Fähigkeiten bei jedem Menschen von vornherein gleich ausgeprägt. Eine „unvollständige“ Liste sollte dich deshalb nicht von einer Bewerbung abhalten. Wichtig ist vor allem die Bereitschaft, dich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Für beides bietet HORBACH dir die besten Voraussetzungen.

Du bist voll motiviert und möchtest praktische Erfahrungen sammeln, die dich garantiert weiterbringen?

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